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Die Naturhöhle "Entrische Kirche" wurde erstmals 1428 urkundlich erwähnt. Der Höhlenname bedeutet wörtlich übersetzt "unheimliche Höhle". Der Begriff "entrisch" stammt aus dem Altdeutschen und steht für etwas Gruseliges, Unheimliches. Mit Kirche oder Dom werden Höhlen und Felsen umschrieben wegen deren Formen. Bekannt war die Höhle aber schon viel früher. Gegenstände aus der Steinzeit und dem Mittelalter deuten darauf hin; Knochenfunde belegen, dass hier einst Höhlenbären Unterschlupf fanden.

Zur Zeit der Gegenreformation bot die Höhle den Gasteiner Lutherischen einen geheimen Versammlungsort. Weltweit einzigartig ist die ökumenisch eingeweihte Protestanten-Gedenkstätte. Richard Erlmoser errichtete sie 1983. Seitdem wird einmal im Jahr, am ersten Samstag im September ein ökumenischer Gottesdienst in der Höhle zelebriert.

Im Jahr 1930 wurde die Höhle zum Naturdenkmal erklärt. Sie ist eine der fledermauskundlich bedeutsamstem Höhlen der österreichischen und angrenzenden bayrischen Alpen. Seit vielen Jahrzehnten werden hier Fledermauszählungen durchgeführt. Als europaweit wichtigstes Winterquartier der Fledermäuse wurde die "Entrische Kirche" zum NATURA 2000-Gebiet nach der EU-Schutzgebiets-Richtlinie nominiert. Der Luxkogel (1824 m) am Beginn des Gasteinertales vom Salzachtal kommend, in dem diese Naturhöhle liegt, besteht aus dem sehr harten Klammkalk. Entstanden ist die Höhle vor mehreren Millionen Jahren durch Erosion, die mechanische Tätigkeit des fließenden Wassers und durch Korrosion, die chemische Auflösung des Kalkgesteines durch kohlendioxydhältiges Wasser. Die Gletscherschmelzwässer nach den Eiszeiten, welche durch Spalten und Klüfte in den Berg eindrangen, vergrößerten vorhandene Hohlräume. Durch die enorme Kraft und dem Druck des Wassers entstanden im Höhlenprofil wunderbare Formen, welche Auswaschungen oder Kolke genannt werden.

Heute dringt in die Höhlenräume nur mehr CO2-hältiges Tropfwasser ein, welches gelösten Kalk mit sich führt und diesen bei Entweichen der Kohlensäure als Tropfstein- und Sinterbildungen wieder ausscheidet. Die Höhlentemperatur liegt bei plus 6 Grad Cels. Nur im Winter senkt sich die Höhlentemperatur in den ersten 200 m aufgrund der Luftströmungen ab. So entstehen durch das Tropfwasser dort im Frühling Eisbildungen. Im weiteren Bereich der Höhle ist die Temperatur das ganze Jahr über ziemlich konstant. Dies schätzen auch die Fledermäuse, welche vorwiegend zum Winterschlaf in die Höhle kommen. Bis zu 8 verschiedene Arten werden jedes Jahr bei der Zählung beobachtet. Die häufigsten Arten sind die "Mopsfledermaus" und die "Kleine Hufeisennase". Höhlenschmetterlinge wie die Zackeneule und der Wegdornspanner, die Höhlenspinne und der Höhlenweberknecht, ein Wurm, durchsichtig, 1 cm lang und ca. 1,5 mm breit, Milben und Springschwänze sind ebenso hier bekannt.

Die Naturhöhle "Entrische Kirche" ist bis jetzt die einzige Höhle im Land Salzburg, wo Altersbestimmungen von Tropfsteinbildungen mit der Thorium-Uran Methode durchgeführt wurden. Bisher sind Daten um 400.000 Jahre Alter bekannt. Natürlich ist die Höhle auch sagenumwoben. Von Geister, die die Höhle bewohnten wird berichtet, und von Menschen, die zur Höhle pilgerten, wenn schwere Sorgen sie drückten. Funde von Mensch und Tier zeigen, dass die Höhle zurück bis in die Jungsteinzeit ein Zufluchtsort war, der immer wieder vergessen und neu entdeckt wurde.

Ing. Martin Hell war es, der um 1920 die ersten 50 m der Höhle erforscht und vermessen hat. Weitere Forschungen folgten von Hermann Gruber und um Walter von Czoernig-Czernhausen Ende der 20-iger Jahren. Erst 1962 gelang dem heutigen Pächter Richard Erlmoser bei seinen Forschungen, welche er größtenteils im Alleingang durchführte, die Entdeckung zwei weiterer Etagen. Als Kind, mit 8 Jahren, war er das erste Mal in der Höhle. Fasziniert von dieser unterirdischen Wunderwelt, die ihn nicht mehr los lies, fasste er als 16 jähriger den Entschluß, diese Höhle zu einer Schauhöhle auszubauen, um sie anderen zugänglich zu machen. Der bürokratische Hürdenweg begann. Nach Pachtverträgen, Gutachten und Kommissionen legte Richard Erlmoser im Erdgeschoß einen 400 m langen Führungsweg an. Ebenso den Zugangsweg von der Straße zum Höhleneingang. 1974 hängte er seinen erlernten Beruf als Elektroinstallateur an den Nagel um sich "seiner" Höhle mit größten Hindernissen hauptberuflich zu widmen. Er baute sich eine Wohnhütte, die "Entrische Villa" hinter der Trauflinie, also in der Höhle und machte sie zu seinem Hauptwohnsitz. Als staatl. geprüfter Höhlenführer, zugleich aber Höhlenmensch, begann er sein Schauhöhlenunternehmen. Seit damals werden planmäßige Führungen durchgeführt. 1986 wurde der Zustieg zur Höhle von ihm zum Naturlehrpfad ausgebaut und feierlich eröffnet. Bei der Führung im Erdgeschoß, welche ca. 50 Min. dauert, erlebt der Besucher eine faszinierende Welt untertag welche über Millionen von Jahren von der Natur geschaffen wurde. Die Größe der Hallen, die wunderbaren Tropfsteinbildungen und die Felsformationen, durch die Kraft des Wassers nach den Eiszeiten gebildet, lassen Jung und Alt erstaunen. Der Wasserlauf im Erdgeschoß ist heute nur mehr ein kleines Beispiel für die große Akustik hier. Wie diese zauberhafte Märchenwelt entstanden ist, wird von staatl. geprüften Höhlenführern erklärt. Bei Bedarf erfolgt dies auch in englischer und italienischer Sprache. Das Erdgeschoß kann ohne Ausrüstung besucht werden. Eigene Taschenlampe von Vorteil. Aufgrund der Höhlentemperatur um +6° Cels. wird warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen.

Wer das "Spezielle" liebt, vereinbart eine "Große Höhlentour" in die 1. Etage, ein Abenteuer und Naturerlebnis pur. Nur gegen Voranmeldung. Mindestteilnahme drei und maximal vier Personen. Mindestalter 12 Jahre. Kletterkenntnisse sind nicht erforderlich. Bei diesem Naturerlebnis geht es vom Erdgeschoß hinauf in die 1. Etage der Höhle. Faszinierende Tropfsteinbildungen säumen die Route. Vom "Fledermaus-Dom" zur "Seilüberquerung", weiter durch den "großen Versturz" - "Geburtenkanal" - "Mausloch" - in die "Erlmoserhalle" zum "Biwak 1" wo gerastet wird. Variante 1(*) kehrt hier um. Variante 2(**) geht weiter durch den "Tropfsteingang" zur "Gralsburg"- zurück durch den "Spezialschluf", vorbei am "rechten Schlot" und zurück zum "Biwak 1". Nach einem Rundgang in der "Erlmoserhalle" steigt man wieder in das Erdgeschoß der Höhle ab und am Führungsweg geht es zurück an die Erdoberfläche. Dauer dieser Tour rund 5 Stunden je nach Variante.

Dazu notwendig:

1.) EIGENAUSRÜSTUNG: Bergschuhe, Schutzkleidung (z.B. alter Schianzug, alter Overall, Blaumann, einfach etwas altes was lehmig werden darf), Arbeits- oder Gartenhandschuhe, Brotzeit - Jause fest und flüssig für die Rast im Biwak 1, natürlich auch ein Rucksack voll Humor und ganz wichtig eine funktionierende Taschenlampe für den Abstieg nachts vom Höhleneingang runter ins Tal zur Straße.

2.) HÖHLENAUSRÜSTUNG: Helm mit Licht sowie Ersatzbatterien, Brustgurt und Klettersteigset mit Schraubkarabiner. Soferne die unbedingt notwendige Höhlenausrüstung nicht selbst mitgebracht wird, kann sie gegen Aufzahlung zum Tarif zur leihweisen Benützung zur Verfügung gestellt werden. Ein Infoblatt mit den Tarifen kann per Fax oder E-Mail nach Anfrage übermittelt werden.

Die Höhle gilt aufgrund der hohen positiven Erdstrahlen auch als ein besonderer "Ort der Kraft". Schon während der Führung verspüren viele Besucher, wenn sie die Kraftfelder durchschreiten, die Energie der positiven Erdstrahlen. Diese elektromagnetischen Wellen, mehr als doppelt so stark wie in Lourdes (durch Heilungen von Krankheiten bekannter Wallfahrtsort in Frankreich), können unbeeinflussbar Linderung von Beschwerden oder Krankheiten bewirken. So mancher Besucher verließ die Höhle beschwerdefrei. Aufgrund der 1991 durchgeführten teleradiästätischen Messungen durch Experten, welche sehr hohe Werte ergaben, errichtete Richard Erlmoser im Erdgeschoß der Höhle die sogenannte "Erholungsstätte", eine Holzbank ohne Nägel, Messwerte von bereits 32000 Bovis-Einheiten. Dieses Kraftfeld ist eine der vielen "Energietankstellen", ein idealer Platz zum Meditieren, zum "wieder die Ballance finden", die "Mitte" spüren. Ein Platz zum Entscheidungen treffen und Hoffnung aufbauen für jene, wo die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß. Gereinigte Heil- und Glückssteine werden hier "aufgeladen". Sitzung oder Meditation in den Kraftfeldern nur gegen Voranmeldung möglich.




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