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Daten der Höhle:

575m vermessene Ganglänge, höchster Höhenunterschied -54 m

Der geologische Aufbau der Ötschertropsteinhöhle:

Die Höhle liegt im "Gutensteiner Kalk" (235-240 Millionen Jahre alt). Tektonisch gesehen gehört der Gutensteiner Kalk zur "Reisalpen Decke", im "Lunzer Deckensystem". Die Höhle selbst ist wesentlich jünger und zwar zwischen 12 000 und 1,8 Mill. Jahre alt.

Geschichte:

Man schreibt das Jahr 1920, als sich zwei Forstarbeiter in das 723 m hoch gelegene Wetterloch (natürlicher Eingang) geplagt vor Neugierde erstmals abseilen. Dort finden sie eine Tropfsteinhöhle von außergewöhnlicher Schönheit. Bald folgten Mitglieder der Naturfreunde Ortsgruppe Kienberg/Gaming, die begeistert gemeinsam mit dem Besitzer (Haus Kerschbaum, Familie Teufel), die Höhle ausbauten.

Unter größten Mühen und Plagen wurden Stieg- und Weganlagen hergestellt. Auf 710 m wurde sogar ein Stollen in den Berg hineingetrieben, um für den Besucher eine bequemeren Zugang zur Höhle zu ermöglichen.

1926 wurde erstmals mit den Führungsbetrieb begonnen. Die Wochenendführungen wurden von den Naturfreunden und die Wochentagsführungen vom Kerschbaumer durchgeführt. 1933 wurde der Führungsbetrieb auf Grund politischer Entscheidungen und Auflösung der Naturfreundegruppe der Führungsbetrieb eingestellt.

Erst 1960 waren es abermals die Naturfreunde, die in unzähligen Stunden wieder alles renovierten und so 1966 einer Neueröffnung nichts im Wege stand. Seitdem wurde die Höhle über 100.000 Besuchern gezeigt.



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